Glessener Gartenhonig.

Pur. Unverändert. Zu Hause.

 

Imkerei Robert Dellschau - Im Brauweilerfeld 47 - 50129 Bergheim Glessen 

Über ... Naturnahe Gärten und Bienenfreunde,Bienenfreunde, Bienenweiden und Bienenhäuser

 

Wie Bienen unterstützen ? 

  • -- naturnahe Gärten, Wiesen, "Bienenweiden", Landschaften, Nistkästen
  • -- jeder kann helfen.

Zusammenfassung : Variantenreiche heimische  Flora --> variantenreiche Insekten -->  Variantenreiche Fauna. Die Natur ist … fressen und gefressen werden. Je vollständiger  die Nahrungskette ist, um so artenreicher Fauna und Flora und um so  „naturnaher“ ist unsere Landschaft.

 

Buntes Werbebild für Blühmischungen
 
„Im Märzen der Bauer er pflüget sein Feld ....“ – ja, na klar, Karneval ist durch und  der Jahresrhytmus fängt  wieder mit dem Thema „säen“ an. Egal, ob im „grossen“ oder im „kleinen“ .Wer nicht sähet, der nicht erntet.Im Zusammenhang werde ich öfters gefragt „Was können wir denn machen, um BIENEN mit BLUMEN zu unterstützen ?“„Nun... „ war meine Antwort „alles was im August das Blühen beginnt, freut die Bienen!“
 
Das ist /war   .... nicht ganz eine gute Antwort.Die Antwort dazu gab das Seminar, an welchem ich am 24.02.2018 bei Frau Dr. Pia Aumeier in Grevenbroich teilnahm:"Beliebte Blühmischungen sehen toll aus, sind so richtig was für's Auge", mit Klatschmohn, Rittersporn, Malven, Lupinen, und anderen Blühpflanzen und reizen unser Auge  ... doch :
Bunte Samenmischungen freuen nicht nur unser Auge - aber sind sie auch gut fuer Bienen ?
Bunte Blüh-Samen-Mischungen freuen unser Auge ... doch ?
Diese schönen Vertreter gesehen in Kerpen-Buir.
  • leider unvorteilhaft, weil sie beinhalten unter anderem  "Füller", die so ursprünglich nicht Vegetation ( u.a. "persischer Ehrenpreis", "russischer Mohn" und v.a. unbekannte oder pollenlose Pflanzen)
  • was ursprünglich nicht zu uns gehört ... ist nicht naturnah ... oder doch ? Neophyten ?
  • (manche) blühen zwar bis Ende September ... aber
  • hinterlassen dann eine für den Betrachter welke, verblühte Ackerlandschaft –
  • man neigt im September zum Mulchen, aber genau das ist falsch, da dann Heimat von Insekten (jene, welche es wagten, in den Pflanzenstielen Nachwuchs zu legen) zu zerstören
  • .... hier gibt’s bestimmt noch ne Idee ....

Kurz... man muss es differenzierter betrachten.
1.) Alles, was blüht, ist gut. Gilt noch bedingt.

2.) Das „Flugwild“ (hier:Bienen! u.a.) muss dazu passen.

3.) Der Zeitpunkt muss stimmen.

Zu 1.: Über Jahrtausende wenn nicht Jahrmillionen  ist bei uns die Blühphase in Zentraleuropa im Jahr April – Ende Juni. Nektar ist nur eine Energiequelle – wichtig sind für die Mädels auch Pollen. Den gibt es reichlich – auch auf Feldfrüchten. Hier seien  Weiden oder  Mais als wichtigste Pollenlieferanten genannt. Zeitlich dazwischen ... jede Menge andere Dinge. Mais und Feldfrüchte sind im „Juni/Juli“ vorhanden – und wenn es heimische, in der Natur vorkommende Pflanzen sind – um so besser.

Zu 2: Wir unterscheiden Wildbienen von Honigbienen. Honigbienen haben wir weltweit 9 Honigbienenarten, davon 8 in Südostasien, eine einzige war in Europa und Afrika verbreitet, welche durch uns Menschen als "Nutzvieh" weltweit verbreitet wurde. Wildbienen .... jede Menge (ca 750 im deutschsprachigem Raum), dazu Hummeln (ca 50 Arten), Wespen( viele 1000 Arten) , Käfer (viele 1000 Arten)  ..... u.v.m.

Die Honigbiene unterscheidet sich von der Wildbiene.  (Aumeier:) "Sie sind von Natur aus Generalisten, sammeln bevorzugt an Massentrachten, sind daher als schlagkräftiges Heer von Natur aus ein optimaler Partner für die Landwirtschaft. Wildbienen sind häufiger Spezialisten, perfekt an eine oder mehrere Pflanzengattungen mit deren speziellen Bedürfnissen und Blütenmechanismen angepasst." Damit ist sie optimiert, um Honig zu sammeln, lange Flugstrecken (ca 2-3km Radius im Extremfall) zurückzulegen und sich an fast jede Pflanze anzupassen, wenn diese innerhalb eines –begrenzten – Zeitraumes „in Massen“ auftritt. Zum Verständnis : Honigbienen sammeln gerne und ausgiebig jede Menge Raps, Linde, Lavendel- Nektar, jedoch Läppertrachten (=“geringe Mengen- bunte Vielfalt“) nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

In der Summe ist der Klee eine Massentracht
zB  Klee ...  eine Massentracht
Glessen blüht: Bunte Gärten, leider
Beispiel einer Läppertracht

Die Wildbiene dagegen ist „lokal“, sammelt alles, was sie kriegen kann, oder ... aufgrund ihrer Art sehr spezialisiert auf nur eine oder zwei Blühsorten. Beispiel hierzu die  Efeuseidenbiene.

3.) Der Zeitpunkt .... Ja, wir haben Klimaveränderung. Ja, es ist wärmer als ... „sonst“ und / oder der Winter hat sich verschoben. Aus Sicht der Insekten ... war das aber schon öfter „so“ ... wir Menschen könnten ja unseren Kalender anpassen.

Theorie und noch mehr Theorie ...

 

Was kannst Du nun tun ?

Die Auswahl der Pflanzen in DEINEM Garten:  .... bzw Deinem Umfeld:

 

  • Anstelle zB von Forsythien (die sehen leider nur gelb aus und haben weder Pollen noch Nektar) ... pflanze doch Kornellkirschen.

 

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  • o.G. ist nur ein Beispiel für viele: in manchen Baumärkten oder Garten(handel) gibt es Pflanzen, die unseren heimischen Pflanzen ähnlich sehen, ähnlich heissen, jedoch eine "hybrid-Variante", eine genetische Kreuzung zwischen "alt" und "neu" sind, mit dem Ziel "schön" aus zu sehen. Leider ... gehen dabei (häufiger) Pollen und Nektar gegen schönes Aussehen verloren. Hinterfragen beim Entscheiden!

  • Neophyten (eingewanderte Pflanzen) Link:Beispiele sehen toll aus, aber bringen in Sachen Bienen oder andere ... wenig. Aumeier: "Das Problem ist eher, dass sie eben für heimische Insekten unbekannt sind, daher nicht bearbeitbar sind oder zur falschen Zeit blühen." Da ... aber in unseren Gärten Standorte begrenzt vorhanden sind ...    Also ... Vorzug sollten heimische Pflanzen haben.

  • Der Bienenbaum (Eucodia) .. immer wieder gerne.  Immer belebt. Doch leider zieht er so viele Insekten (/ ist  so auffallend) an, das andere (unscheinbarere) Pflanzen ... von Bestäubern übersehen werden. Zwieschneidig.

  • Saalweiden --„Weidenkätzchen“--  blühen als einer der  ersten intensiv Pollenspenden Bäume im Jahr und spenden den ersten Pollen, dicht gefolgt von (Wild-)Kirschbäumen, welche tatsächlich Nektar und Pollen anstelle von minimal Pollen und keinen Nektar, wie die japanische Kirsche, tragen. Wie wärs ?

  • Eine (deutsche) Eiche versorgt zB.  bis zu 423 Arten mit Lebensraum und Nahrung – die ausländische Variante nur 15 und eine (ehemals kanadische) Ross-Kastanie nur 3 Arten, eine Akazie sogar nur 2 Arten . Eine Saalweide 430 Arten. Gib heimischen Bäumen oder Sträuchern den Vorzug.
  • Liebe Rasenmäher : Wie wäre es, nur ein bis dreimal im Jahr den Rasen zu mähen, das Mähgut einzusammeln , nicht mehr zu düngen und eine bunte Mischung aus Löwenzahn, Vergissmeinich, Steinklee, Gänseblümchen, Sauerklee, Hahnenfuss, Margeriten, Wiesenglockenblume und Wiesenrispengras wachsen zu lassen. Ihr braucht ca 2-5 Jahre Geduld und dann wächst – auch in Eurem Garten – eine Blumenwiese / "Magerwiese" . Details zu der „Magergerwiese“ gibt’s hier.   oder hier (WIKI hier). Der Weg dahin ... führt sicher zu manch lustigem Gespräch mit Nachbarn.
NICHT-Rasenmähen .... Löwenzahn und Gänseblümchen. Später noch viele kleine andere Pflanzen....
  • Überhaupt : Unordnung fördert Spontanbewuchs. „Ruderalvegetation“. Die schönsten Bienennährer sind Disteln, Steinklee, Johannisgreiskraut (hierzu ... unten mehr), Nachtkerzen, Brennessel, Taubnessel ...
Wegränder / Feldränder ... nicht nur für Bienen wichtig. Rebhühner, Fasane, Hasen freuen sich über Unordnung neben der Ordnung.
Wegränder - Feldränder. Unordnung. Nicht nur für Bienen wichtig. Auch Rebhühner, Fasane, Hasen benötigen diesen Raum neben der Ordnung.
 
  • Update_20.03.2019: Landwirt Leo Fetten aus Sinthern sät in Feldern Blühstreifen. Er bietet Bürgern die Möglichkeit, sich für einen Preis von 50€ je 100 qm sich an diesen Flächen zu beteiligen. Bei genügend Interesse / Mietern  werden gemeinschaftliche Begehung mit Insektenkundliher Begleitung angeboten. Aktuell sind so schon 4000 qm zusammen gekommen. Via Maps-Koordinaten können Mieter Ihren Standort selber aufsuchen und sich vom Erfolg der Aktion überzeugen. --> Infos in diesem FLyer. 
  • Angespornt dadurch stehe ich im Moment mit der Stadt Bergheim, die Ränder der Strassen / Streifen zwischen Fahrbahn und Radweg im Erftkreis ... "bunt" mit Samen zu bekommen .... Sponsoren (für Saatgut)  gesucht ! Update 29.05.2019 : Landesbetrieb Strassen NRW ist ... aufgeschlossen ... :-) ...  aber bewegt sich nur im Schneckentempo. Die Verwaltung halt.  2020 ist mein Ziel .... ich bleibe dran.
  • Zaunrüben WIKI .... unscheinbare weil hellgrüne Blüten, sind beste Lebensgrundlage für Käfer und Wildbienen. Aumeier:" Zaunrüben sind ein super Beispiel für eine hoch spezialisierte Lebensgemeinschaft von Pflanze und Zaunrübensandbiene (die nur Zaunrübenpollen für ihre Brutaufzucht nutzt)."
  • Und wenn wirklich Blühmischungen zum Einsatz gelangen, sei Dir bitte bewusst, das diese nach dem Blühen wirklich-wirklich nicht abgemäht werden, denn die Insekten benötigen die Reste der Blühpracht als Lebensraum zur Überwinterung. Bedenke, das eine Bodenvorbereitung ebenso wichtig ist. Mehrjährige Mischungen sind zu bevorzugen ! Samen wollen in den Boden gebracht werden ... weil die gefederten und die beharten Körnerfresser freuen sich sonst über einen Gaumenschmaus ... aber wir wundern uns, das nix kommt. Blühmischungen ... sind schon ... Arbeit.

 

Ein typischer (Samen-)Blühmischungsvertreter
Ein typischer Blühmischungs-Vertreter ... Hier Schwerpunkt Wild-Nahrung -- Bienen finden gutes Pollen und NektarAngebot.

 
 
Hier eine schön-fürs-Auge-Mischung.
Hier eine "schön fürs Auge Mischung" -- Mohn : leider kein Nektar, aber viel Pollen.

 

 

 

  • Wenn Du wirklich willst, baue Nistkästen. Hier gibt es Wege und Aufklärung, wie du das machst,  hier, wies es nicht geht, aber die im Baumarkt .... lass die stehen, denn 80% sind das Geld nicht wert. Diese dienen der Geschäftemacherei, sind falsch angelegt, zu kurz gebohrt, oder aus der falschen Richtung gebohrt oder aus Nadelholz (da geht kein insekt rein, weil zu faserig) Bedenke, das manchmal lHummeln und Mauerbienen in irgendwelchen Öffnungem am Haus (Schlüssellöcher, Astlöcher, Schraubenlöcher) wahrscheinlich eine Nistung gebaut haben ... falls du also „Dreck“ in solchen lLöchern siehst ... es könnten auch die Eier einer Mauerbiene sein.
  • Steingärten .... ohne Unkraut oder die geharkten FenChui Oasen, welche künstlich das Unkraut fernhalten .... lass die sein.
  • Verzichte doch einfach auf die chemische Keule. Die Natur regelt vieles selbst. Denke zumindest ein wenig über sinnvollen Einsatz nach
"Knöpfchen"- Wilde Kamille ... Vergessen zu Sprühen oder Absicht?
Wilde Kamille ... "Knöpfchen" ... Vergessen zu sprühen oder Absicht ? Gut für die Bienen !
  • Du Kleingartenfreund, der Du noch eine (alte ?überlagerte?) Giftmischung in deinem Gartenhaus gefunden hast, bedenke bitte, das moderne Insektizide so gestaltet sind, das sie, wenn die !!Ausbringvorschriften!! beachtet werden, keine Bienen töten müssen. Dieses wurde schon mal durch Bienensachverständige nachgewiesen und führte zu einer Strafanzeige!

 

Jakobsgreiskraut ... WIKI ein Spontanwuchsler, eine Pflanze, die gerne auf brach liegenden Flächen in der zweiten Jahreshälfte  heimisch ist und manchmal, wenn es häufiger vorkommt, wie ein gelber Nebel in Sommerwiesen („Juli+“)  steht. Es ist auch – vertretend für einige Pflanzen (zB. Borretsch) mehr – in die Schlagzeilen geraten, weil Pyrrolizidinalkaloide  im Honig kommend auch aus dieser Pflanze im Honig nachgewiesen wurden.

Diese Konzentrationen sind aber erst ab einer bestimmten Menge für uns Menschen bedeutend gemäß Untersuchungen aus Celle -  Dr. von der Ohe  und die Kräuter blühen zu Zeitpunkten, wo nicht mehr geschleudert wird. 

Also ... keine Panik – alles gut – weiter Honig essen.

 

 

 

Noch mehr Tips

  • Wer noch mehr lesen möchte, hier ein paar Links:

Aus der DropBox von Dr. Pia Aumeier habe ich ein paar Sachen herauskopiert und verlinke hier. -- sehr informativ auch für Stadtplaner und Gross-Grund-Besitzer.

 

  • Dann ... für die Landwirte und Stadtplaner :
  • Rieger & Hoffmann geben Anregungen und helfen, eine gute (Samen)Mischung zu finden für ein Projekt. Ebenfalls werden „Pflanztage“ dort bzw an Standorten verteilt über die Lande  veranstaltet ...
  • Desgleichen „BSV-Saaten“,  „Kiepenkerl“ helfen gerne, von den Blühmischungen aus dem Baumarkt weg zu kommen, und die heimsiche Flora zu unterstützen.

 

Andere haben schonzu Wildbienen und Bienennahrung, Wildbienen und Bienenweiden,  viel gesammelt --> www.wildbienen.de

--> Daraus als Schnell-Link .... Samenmischungen zur Aufbesserung des Angebotes

 

Bücher : "empfehlenswert" sind

"Wildbienen: Die anderen Bienen" von Paul Westrich, erschienen im Dr. Friedrich Pfeil Verlag.

"Nachhaltige Pflanzungen und Ansaaten: Kräuter und Stauden..." von Reinhard Witt, erschienen im Natur-Garten-Verlag Ottenhofen 2006,20015

 

 

 

24.02.2018  -- Anmerkungen Kommentare Erratas ? Schreib mir !

13.03.2018 -- Korrekturen Dr. Pia Aumeier eingepflegt.

04.06.2018 -- Bilder .... eingefügt, upgedated, Pflege .... alles nicht so einfach.

21.02.2019 -- Links gepflegt ....

 

Zusammenfassung : Variantenreiche heimische  Flora --> variantenreiche Insekten -->  Variantenreiche Fauna.

Die Natur ist … fressen und gefressen werden. Je vollständiger  die Nahrungskette ist, um so „naturnaher“ (Was’n das ... genau?) ist unsere Landschaft.

 

Bildnachweis : !Alle! von mir -- Kornelkirsche und Forsythie aus Wikipedia/WikiCommons - dank an den Uploader dort. Vor Verwendung nachfragen, andernfalls  Stress!! -- ich nehme Copyright sehr ernst und spiele damit nicht. Ich fotografiere, seit ich 9 bin.  

 

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